Klinische Krebsregister

Die klinischen Krebsregister der Tumorzentren und Onkologischen Schwerpunkte ("Zentren") haben die Aufgabe, die Krankheitsdaten aller Krebspatienten zu erfassen, die an einem Zentrum behandelt werden, jeweils mit Angaben zur Erkrankung bei Diagnosestellung, zu Therapien und zum Krankheitsverlauf.Sie dienen damit der Transparenz und Qualitätssicherung in der onkologischen Versorgung. Die regelmäßige Ermittlung der Überlebenszeiten und deren Rückmeldung an die Behandler ist eine Grundaufgabe klinischer Krebsregister.

 

Die AG der klinischen Krebsregister ist eine der ältesten Arbeitsgruppen innerhalb der ATO und wird gelegentlich immer noch als die AG der Informatiker oder der Tumordokumentare bezeichnet. Sie ist mit über 40 Mitgliedern auch eine der größten Arbeitsgruppen und trifft sich zweimal pro Jahr, bei Bedarf auch häufiger. Die Kontaktdaten aller Mitglieder werden auf einer Internetseite gepflegt:

 

www.tumorzentrum-freiburg.de/Wir-ueber-uns/Klin-Krebsregister/ato-ag-krebsregister.html

 

Erste Ansprechperson ist der/die jeweilige Sprecher/in, verantwortlich für das Organisieren und Protokollieren der Arbeitsgruppentreffen, die Aktualisierung des Mailverteilers und die Verbreitung neuer Informationen per E-Mail. Die Sprecherrolle wird jährlich neu vergeben. Sie geht jeweils nach der ATO-Jahrestagung an das Zentrum über, welches die Tagung im folgenden Jahr ausrichten wird.

 

Der fachliche Austausch und das Streben nach möglichst einheitlichen Arbeitsweisen und Qualitätsstandards sind Schwerpunkte der Arbeitsgruppenarbeit. In den letzten Jahren standen zunehmend auch die äußeren Rahmenbedingungen im Mittelpunkt der Treffen.

 

Auch in die Neuordnung der landesweiten Krebsregistrierung hat sich die AG seit 2003 sehr stark eingebracht, sowohl mit der Entwicklung von detaillierten Konzepten und Prozessen als auch im ständigen fachlichen Austausch mit dem Sozialministerium, den Krankenkassen und den Trägerorganisationen des neuen Landesregisters. Die Vorschläge der AG wurden nur zum Teil umgesetzt. Ab 2009 wird in Baden-Württemberg die gesetzliche Meldepflicht für Tumorerkrankungen eingeführt.

 

Zunehmend werden die klinischen Krebsregister auch in die Zertifizierung bzw. Rezertifizierung von Organzentren eingebunden und gewinnen dadurch mehr Wertschätzung bei der Ärzteschaft und der Verwaltung, meist jedoch ohne zusätzliche personelle Unterstützung.

 

Mitglieder der AG beteiligen sich inzwischen aktiv am überregionalen Forum klinischer Krebsregister innerhalb des Kooperationsverbunds Qualitätssicherung durch Klinische Krebsregister (KoQK) und gemeinsam durchgeführten Aktionen, wie z.B. den bundesweiten Qualitätskonferenzen Onkologie im Rahmen des alle zwei Jahre stattfindenden Deutschen Krebskongresses in Berlin.

Sprecher

Dr. med. Karl-Heinrich Adzersen
NCT Register
Deutsches Krebsforschungszentrum
G033
Im Neuenheimer Feld 280
69121 Heidelberg

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