Der Forschungs- und Entwicklungspreis 2007

Der Krebsverband Baden-Württemberg e.V. hat im Rahmen der 26. Jahrestagung der Tumorzentren und onkologischen Schwerpunkte in Baden-Württemberg (ATO) am 10. November 2007 seinen siebten Forschungs- und Entwicklungspreis verliehen.

Leicht gemacht wurde es der Jury in diesem Jahr nicht, sich für eine der eingegangenen Bewerbungen zu entscheiden. Alle eingereichten Arbeiten bewiesen ein hohes qualitatives Niveau, persönliches Engagement und Kreativität.

Der mit 5.000 Euro dotierite 7. "Forschungs- und Entwicklungspreis 2007 des Krebsverbandes Baden-Württemberg e.V." wurde an Anna Hupe, Dipl. Heilpädagogin und Kunsttherapeutin und an Elke Reinert, Dipl. Psychologin beide Tumorzentrum Ludwig Heilmeyer - Comprehensive Cancer Center Freiburg für ihr Projekt "Löwenherz... wenn Eltern Krebs haben. Aufbau und Implementierung eines Versorgungsangebotes für Kinder und Jugendliche, deren Eltern an Krebs erkrankt sind." verliehen.

"Mit dem Projekt "Löwenherz... wenn Eltern Krebs haben" wird mit den Kindern und Jugendlichen eine Zielgruppe in den Fokus gerückt, die im sonstigen Medizinbetrieb allzu häufig vergessen wird. Deren persönliche Belastung verkannt und die langfristigen Auswirkungen der Tumorerkrankung eines Elternteils und den Umgang mit der Erkrankung in der Familie unterschätzt wird." so Hubert Seiter, geschäftsführender Vorstand des Krebsverbandes Baden-Württemberg, in seiner Laudatio.

Der Krebsverband hofft, mit  Vergabe seines Forschungs- und Entwicklungspreises an dieses in Baden-Württemberg  einmalige Projekt beispielgebend für die Initiierung weiterer "Löwenherz-Projekte" zu wirken.

Erstmalig wurde in diesem Jahr der Ehrenpreis des Forschungs- und Entwicklungspreises verliehen. Der Krebsverband Baden-Württemberg e.V. ist stolz darauf, mit den Preisträgern drei herausragende Persönlichkeiten ehren zu dürfen, die an der Weichenstellung der Arbeit des Krebsverbandes und der Arbeitsgemeinschaft der onkologischen Zentren (ATO) beteiligt  waren.

Mit Prof. Dr. med. Hans G. Hillemanns (zuletzt Geschäftsführender Direktor der Universitätsfrauenklinik Freiburg, Vorsitzender des Krebsverbandes 1978 - 1986) wird ein Mediziner gewürdigt, der sich nicht nur als herausragender Therapeut im Bereich der operativen Gynäkologie einen Namen gemacht hat, sondern ein Mediziner, der als Pionier der Interdisziplinären Zusammenarbeit maßgeblich am Aufbau der Tumorzentren und Onkologischen Schwerpunkte in Baden-Württemberg und an der Gründung der ATO mitgewirkt hat.

Prof. Dr. Dr. Christian Herfarth (zuletzt Ärztlicher Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg, Vorsitzender des Krebsverbandes 1986 - 1996) wird mit dem Ehrenpreis für sein überzeugendes Eintreten für die Notwendigkeit der Integration von klinischer und grundlagenorientierter Forschung gewürdigt. Sein Gefühl für die Bedürfnisse der Tumorpatienten ging weit über das somatische Problem hinaus. Seine nachhaltige Förderung der psychosozialen Nachsorge und seine Projekte zur häuslichen Versorgung Schwerstkranker sind nur Beispiele herfür.

Die Initiierung der Verhandlungen und seine maßgebliche Beteiligung an der kassenübergreifenden Vereinbarung über die Einführung des Disease Management-Programms Brustkrebs ist nur ein Schwerpunkt der zu würdigenden Arbeit von Prof. Dr. med. Michael Bamberg (Leitender Ärztlicher Direktor des Tübinger Universitätsklinikum und Ärztlicher Direktor der Abteilung für Strahlentherapie, amtierender Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft, Vorsitzender des Krebsverbandes 1996 - 2004). Ein weiteres Kernstück seiner Arbeit im Krebsverband war die bundesweit erstmalige Zertifizierung Onkologischer Schwerpunktkrankenhäuser in Baden-Württemberg und damit grundlegende Initiative zu einem bundesweiten Aufbau von Kompetenzzentren der Krebsheilkunde sowie die Schaffung der Organzentren (Darmzentren, Brustzentren).

Diese Seite drucken