Der Förderpreis "Selbsthilfe nach Krebs" 2008

Bild der Preisträger, klick öffnet Bild in neuem Fenster

Würdigung und Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit der Selbsthilfegruppen nach Krebs in Baden-Württemberg

Im Rahmen der Mitgliederversammlung des Krebsverbandes Baden-Württemberg und der Feierstunde zum 35jährigen Jubiläum des Verbandes wurde zum sechsten Mal der Förderpreis "Selbsthilfe nach Krebs" 2008 verliehen.

"Wir freuen uns, dass es uns mit dem Förderpreis "Selbsthilfe nach Krebs" gelungen ist, einen Preis zu etablieren, mit dem wir die ehrenamtliche Arbeit der Gruppen unterstützen können. Ein Preis, der auch anregen soll, neue Ideen zu entwickeln. Und nicht zuletzt möchten wir mit dem Förderpreis unsere Anerkennung und unseren Dank gegenüber dem Engagement und der hohen Kompetenz, mit der die Selbsthilfe in Baden-Württemberg Schwerstkranke betreut, ausdrücken", so Hubert Seiter, geschäftsführender Vorstand des Krebsverbandes.

225 Selbsthilfegruppen mit schätzungsweise 20.000 Mitgliedern werden in Baden-Württemberg derzeit durch den Krebsverband finanziell und organisatorisch unterstützt.

Der Hauptpreis wurde in diesem Jahr an Katharina Stang, TEB Selbsthilfegruppe (Tumore und Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse) e.V. in Baden-Württemberg verliehen. Sie widmet sich Menschen mit einer Erkrankungsgruppe, für die es bisher wenige Ansprechpartner vor Ort, weder im Selbsthilfebereich noch ärztlicherseits gab. Der Bauchspeicheldrüsenkrebs ist nach wie vor geprägt durch eine schlechte Prognose, einen permanenten Behandlungsdruck und eine häufig sich sehr schnell verringernde Lebensqualität. Hier setzt die Preisträgerin mit ihrer engagierten Arbeit an. Es ist ihr gelungen, innerhalb kürzester Zeit eine einmalige Selbsthilfestruktur aufzubauen.

Ein Anerkennungspreis ging in diesem Jahr an Monika Dörflinger und Jutta Vincent, beide Frauenselbsthilfe nach Krebs Gruppe Rheinfelden für ihre Konzeption und Umsetzung eines Nachtwachenpools für Sterbende und Schwerstkranke im Landkreis Lörrach. Besonders beeindruckt hat die Juroren das langjährige und kontinuierliche Engagement in der Hospizarbeit.

Ein weiterer Anerkennungspreis konnte Helmut Schiro, Selbsthilfegruppe Prostatakrebs im Kreis Böblingen für sein Projekt "Krebskranke Männer - die Fragen der Partnerinnen" überreicht werden. Die Jury würdigt mit dem Anerkennungspreis den erfolgreichen Versuch die Partnerinnen gemeinsam mit dem erkrankten Partner in den Mittelpunkt zu stellen. 

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