Qualität durch Interdisziplinarität

28. Jahrestreffen
der Arbeitsgemeinschaft der Tumorzentren, Onkologischen Schwerpunkte und Onkologischen Arbeitskreise Baden-Württemberg (ATO)

am 06./ 07. November 2009 in Heidelberg

Wachsende Heilungschancen in der Krebsheilkunde: Wie entscheidend ist die Zusammenarbeit von Spezialisten und was lassen wir sie uns kosten?

Zur 28. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft der Tumorzentren, Onkologischen Schwerpunkte und Onkologischen Arbeitskreise Baden-Württemberg (ATO) trafen sich über 250 Krebsexperten aus ganz Baden-Württemberg in Heidelberg. "Das Thema  macht deutlich, welche Bedeutung wir  der interdisziplinären Zusammenarbeit beimessen, nicht nur zwischen den verschiedenen ärztlichen Fachrichtungen. Interdisziplinarität und Interprofessionalität gilt für alle an der Betreuung der Krebspatienten beteiligten Berufsgruppen. Hier geht es um den ganzen Patienten mit all seinen Fragen und Bedürfnissen." so Prof. Dirk Jäger, Leiter der Klinischen Onkologie des NCT.

Die ATO-Tagung diente auch in diesem Jahr wieder der Standortbestimmung der Krebsheilkunde in Baden-Württemberg. Hierzu trafen sich am Freitag Experten aller in der Krebsheilkunde tätigen Berufsgruppen des Landes, neben Ärzten, Pflegekräften ebenso Psychologen und Sozialarbeiter, Geschäftsführer und Koordinatoren der Zentren.

Die Stärkung der Patientenorientierung war das Ziel des Workshops "Selbsthilfe im Dialog". Themenschwerpunkt in diesem Jahr war die "Psychoonkologie, was ist gesichert" sowie der Umgang und die Bewertung wissenschaftlicher Informationen für Menschen mit Krebs.

Renommierte Vertreter aus Politik, Krankenkassen, Wirtschaft und der medizinischen Praxis diskutierten am Samstag das gesundheitspolitisch spannende Thema "Qualität und Interdisziplinarität: Welchen Einfluss hat die Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen auf die Heilungschance von Krebspatienten und was lassen wir sie uns kosten?"
"Die Möglichkeiten der Therapie in der Krebsheilkunde nehmen stetig zu, dies erfordert ein immer höheres Spezialistentum. Doch zu welchen Fragestellungen ist diese Zusammenarbeit wirklich erforderlich und welche Patienten profitieren überhaupt hiervon. Fragen, die nicht nur unter Kostenaspekten interessieren" erläuterte Prof. Walter Aulitzky, Vorsitzender des Krebsverbandes Baden-Württemberg das Thema.

Im Ländervergleich nimmt Baden-Württemberg eine herausragende Stellung in der Versorgung von Krebskranken ein. Mit vier Spitzenzentren an den Universitätsstandorten, mit dem nationalen Centrum für Tumorerkrankungen in Heidelberg und flächendeckend zwölf Onkologischen Schwerpunktkrankenhäusern sowie weiteren derzeit einhundert Organzentren wie Brust-, Darm-, Lungen oder Hautzentren, können derzeit etwa 60 % aller Krebspatienten flächendeckend in Baden-Württemberg in zerifizierten Zentren behandelt werden.

Tumorzentrum Heidelberg/Mannheim
Im Neuenheimer Feld 105/110
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Tel.: 06221 56655-7/-8/-9
Fax: 06221 565094
E-Mail: tzdma@med.uni-heidelberg.de
Internet: www.tumorzentrum-hdma.de

 

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