30. Jahrestreffen der ATO in Baden-Württemberg

30. Jahrestreffen
der Arbeitsgemeinschaft der Tumorzentren, Onkologischen Schwerpunkte und Onkologischen Arbeitskreise Baden-Württemberg (ATO)
am 11./12. November 2011 in Lörrach

Rund 200 Experten aller in der Krebsheilkunde tätigen Berufsgrupen und Patientenvertreter aus ganz Baden-Württemberg und der benachbarten Schweiz haben sich am 11. und 12. November 2011 in Lörrach zur Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft der Tumorzentren und Onkologischen Schwerpunkte (ATO) getroffen.
Die jährliche ATO-Tagung dient zur Standortbestimmung der Krebsheilkunde in Baden-Württemberg. Neben namhaften Onkologen des Landes sind Ärzte aus Rehabilitationskliniken und Praxen ebenso wie Pflegekräfte, Psychologen, Sozialarbeiter und nicht zuletzt Patientenvertreter der Selbsthilfegruppen nach Krebs sowie Vertreter der Kranken- und Rentenversicherung ebenso wie aus der Politik beteiligt. Über inzwischen drei Jahrzehnte hat sich die Arbeitstagung zur zentralen Veranstaltung in der Onkologie in Baden-Württemberg entwickelt. Wesentliche Impulse für die weitere Entwicklung der Krebsheilkunde gehen regelmäßig von ihr aus.
"Die Gesundheitssysteme in der Schweiz und in Deutschland unterscheiden sich erheblich. Einige Maßnahmen, die zur Sanierung der Systeme angedacht werden, sind bei den jeweiligen Nachbarn seit Jahren umgesetzt." so Prof. Walter Aulitzky, Vorsitzender des Krebsverbandes Baden-Württemberg in der Vorbereitung der Tagung.
So ging es in Lörrach nicht ausschließlich um Gesundheitskosten und dem Vergleich der Gesundheitssysteme sondern die besondere Aufmerksamkeit war auch den Arbeitsbedingungen gewidmet, dem Vergleich der Arbeitsteilung zwischen Ärzten und Pflegenden, dem unterschiedlichen Ausmaß an Bürokratie sowie den Möglichkeiten der Einbindung von Patienten und Patientenvertretungen. Letztendlich stand über allem die Frage: "Was hat der Patient davon?"
Auf die besondere Rolle Lörrachs verwies Andreas Hauser, Vorstandsvorsitzender des OSP Lörrach: "Die Nachbarschaft des OSP Lörrach zur Schweiz und die hier bereits bestehende enge Kooperation des OSP mit dem Universitätsspital Basel haben eine gute Gelegenheit dazu gegeben, dieses Thema für die Tagung aufzugreifen."
Der Themenschwerpunkt am zweiten Tag lautete "Voneinander Lernen...".
Vertreter aus Politik, Krankenkassen, Wirtschaft, der medizinischen Praxis und Patientenvertreter waren eingeladen und diskutierten das gesundheitspolitisch spannende Thema.
In der Region bestehen bereits hervorragende grenzüberschreitende Kooperationen in der onkologischen Versorgung im Landkreis Lörrach mit dem benachbarten Basel: Erst kürzlich beschloss man die Einrichtung eines Onkologischen Kompetenzzentrums am Kreiskrankenhaus Lörrach in Partnerschaft mit dem St. Elisabethen-Krankenhaus Lörrach, der onkologischen Gemeinschaftspraxis "Onkologie Dreiländereck" und dem Institut für Radiologie am Universitätsspital Basel.
Der Onkologische Schwerpunkt Lörrach-Rheinfelden gewährleistet seit seiner Gründung 2002 eine Versorgung von Krebspatienten in der Region auf sehr hohem Niveau. Er stellt dabei das zentrale Bindeglied zwischen den einzelnen Institutionen dar.
Wichtigste Grundlage ist dabei die interdisziplinäre Zusammenarbeit aller an der Versorgung von Krebskranken beteiligten ärztlichen Fachrichtungen und Berufsgruppen.
Spannend war auch der Workshop "Selbsthilfe im Dialog" der in diesem Jahr ebenfalls unter dem Motto "Voneindander lernen..." stand.
Vertreter der Selbsthilfe aus der Schweiz und Baden-Württemberg diskutierten intensiv die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Struktur, Aufbau und finanzielle Förderung der Selbsthilfegruppen.

Onkologischer Schwerpunkt Lörrach/Rheinfelden
Spitalstr. 25
79539 Lörrach

Tel.: 07621 416-8211
Fax: 07621 416-8464
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