Der Förderpreis Selbsthilfe nach Krebs 2010

Würdigung und Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit der Selbsthilfegruppen nach Krebs in Baden-Württemberg

Am 13. Juli 2010 konnte der Krebsverband Baden-Württemberg seinen achten Förderpreis "Selbsthilfe nach Krebs" verleihen. Auch in diesem Jahr hatte die Jury die Qual der Wahl. Alle eingereichten Projekte zeugten von einem besonderen Engagement der Gruppen und insbesondere deren Leiterinnen und Leiter. In jeder der Bewerbungen wurde eine hohe Kreativität der Arbeit erkennbar, alle eingereichten Arbeiten zeigten, wie lebendig die Selbsthilfe in Baden-Württemberg ist.

Der Hauptpreis wurde in diesem Jahr an Frau Silvia Groß, Selbsthilfegruppe Magenkrebs, Reutlingen verliehen. Mit ihrem Ratgeber "Ernährung und Besonderheiten nach Magenentfernung" hat sie die Probleme, mit denen sich Betroffene nach einer Magenentfernung auseinandersetzen müssen, laienverständlich aufgearbeitet.

Ein Anerkennungspreis ging in diesem Jahr an Peter Robertz, Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Bottwartal, für das Projekt "Kraft schöpfen in der Selbsthilfegruppe". Mit Betroffenen und deren Ehe- und Lebenspartnerinnen wurde ein gemeinsamer Wochenendaufenthalt in einer klösterlichen Gemeinschaft durchgeführt.

Ebenfalls einen Anerkennungspreis nahm Evi Clus, Selbsthilfe für Menschen mit Krebs und ihre Angehörige, Gruppe Gammertingen entgegen. Ihre Gruppe organisierte eine Typisierungsaktion mit einer Reihe von Benefizveranstaltungen im Rahmen der eigentlichen Typisierungsveranstaltung.

Der dritte Anerkennungspreis ging an Helmut Schiro, Selbsthilfegruppe Prostatakrebs im Kreis Böblingen für sein Projekt "Auch den anderen im Blick - Herausforderung Prostatakrebs im Migranten-Umfeld". Im Rahmen des Projekts fand in der Moschee ein Vortrag zum Thema Prostatakrebs-Früherkennung statt. Ein bundesweit vermutlich einmaliges Projekt.


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