1. Etappe von Stuttgart nach Bad Urach

Sozialministerin Dr. Monika Stolz schickte die Teilnehmer, nach 2008 bereits zum zweiten mal, mit den besten Wünschen auf die Strecke. Ulrich Hipp, Geschäftsführer des Robert-Bosch-Krankenhauses sorgte als Tourstartgastgeber für gesunde "Marsch"-Verpflegung.

Am Neckar entlang ging es nach Esslingen. AOK-Chef Kress hob im historischen Rathaus die Bedeutung der Prävention und Rehabilitation hervor. Über Nürtingen ging es nach Metzingen. Oberbürgermeister Dr. Fiedler war stolz auf "Outlet-City" und versorgte die Truppe mit Metzinger Fitnessriegeln.

Etappenziel des ersten Tages war Bad Urach. Die Gastgeber des Abends, Uli Wüstner, Geschäftsführer der Klinik Hohenurach und Eva-Maria Rühle, Geschäftsführerin der Rehaklinik Schwäbische Alb warben für eine qualifizierte Reha, nah am Ballungsraum Stuttgart.

 

2. Etappe von Bad Urach nach Bad Buchau

Zeitig am Morgen ging es auf permanent ansteigenden und geschotterten Waldwegen die Alb hinauf. Das Team um Mecki Lerchner, dem Handbiker der Gruppe, nutzte die Staße und kam weit vor den anderen Mitradlern in Münsingen, dem ersten Zwischenstopp des Tages, an.

Bürgermeister Münzing berichtete, wie sich der alte Truppenübungsplatz zur Touristenattraktion entwickelt.

Weiter ging es über Buttenhausen durch das Große Lautertal, über Munderkingen (Storchenstadt) nach Oggelsbeuren. Die Rehaeinrichtung für suchtkranke Menschen der Zieglerschen Anstalten berichtete über ihr besonderes Konzept für Migranten.

Durch die Hügellandschaft Oberschwabens führte der Weg in den Etappenzielort Bad Buchau und der Federseeklinik. Weit vor der geplanten Ankunftszeit konnte Geschäftsführer Walter Hummler die Radler begrüßen.

3. Etappe von Bad Buchau nach Überlingen

Kälte und starker Nebel hielten die Radler nicht ab, pünktlich zu starten. Auf dem Donauradweg ging es nach Sigmaringen. Der Arbeitskreis Selbsthilfe, vertreten durch Evi Clus, bereitete der Gruppe zusammen mit Bürgermeister Schärer und dem Biberacher Alphornbläsern einen charmanten Empfang.

Weiter ging es Richtung Überlingen. Zwei mächtige Anstiege auf der Strecke waren für unsere behinderten Tourteilnehmer und deren Unterstützer nicht einfach zu bewältigen. Aber dann war der Zeppelin der Vorbote des Bodensees und des Etappenendes.

Am Tagesziel bereitete die Birkle-Klinik durch ihren Geschäftsführer Dr. Wolfgang Spang, der Gruppe ein freundliches Willkommen. Jagdhornbläser eröffneten eine spannende Diskussion mit den Bundes- und Landtagsabgeordneten der Region. Wichtig war allen der gemeinsame Appell, die Notwendigkeit von Rehabilitation und Prävention bei einer älter werdenden Gesellschaft herauszustellen.

4. Etappe von Überlingen nach Gailingen

Heute ging es immer am schwäbischen Meer entlang über Sipplingen und Ludwigshafen nach Radolfzell. Auf der Mettnau wurde die Gruppe von den Verantwortlichen der Werner-Messmer-Klinik und Oberbürgermeister Dr. Jörg Schmidt mit einer kleinen Stärkung empfangen. Zwischendurch wurde unter Anleitung der Physiotherapie gedehnt und mit viel Spaß geturnt.

Immer am See entlang führte die Tagesetappe nach Moos, weiter auf dem Bodenseeradweg ins schweizerische Stein am Rhein und schließlich an das Etappenziel, dem Hegau-Jugendwerk in Gailingen. Vor allem Kinder und Jugendliche mit neurologischen Erkrankungen werden hier behandelt. Die Gruppe wurde durch den Kinderzirkus in ganz berührender Weise empfangen. Jongleure und der Chefartz Dr. Klaus Scheidtmann zeigten uns eindrucksvoll, was mit Reha möglich ist.

5. Etappe von Gailingen nach Scheidegg

Bei leichtem Regen ging es Richtung Allensbach. Unsere Mitradler Hasan und Marco fanden in der dortigen Schnmieder-Klinik nach ihrem Unfall wieder zurück ins Leben. Andreas Jung (MdB) und Frau Schmieder-Wassmer berichteten von den Leistungen dieser Einrichtung. Weiter ging es nach Konstanz und die Reise wurde auf dem See nach Friedrichshafen fortgesetzt.

Die Herausforderung des Tages war die "Erfahrung" des Pfänders (1064m). Alle Tourteilnehmer bezwangen den Bregenzer Hausberg per Pedes. Das Motto der Tour "Zeigen, was möglich ist" wurde heute eindrucksvoll belegt. In einer starken Gemeinschaft schafft man alles.

In Scheidegg bereitete die Fachklinik Prinzregent Luitpold, die Paracelsus-Klinik und Bürgermeister Ulrich Pfanner der Gruppe ein warmes Willkommen. Frank Höfle, Deutschlands erfolgreichster Starter bei den Winter-Paralympics, erzählte eindrucksvoll aus seinem ereignisreichen Leben.

6. Etappe von Scheidegg nach Bad Waldsee

Der 8. September begann mit dem Besuch der Kinderklinik Prinzregent Luitpold. Weiter ging es auf hügeligen Wegen über Lindenberg nach Isny zum Stephanuswerk. Hier werden behinderte Menschen auf ihre beruflichen Anforderungen vorbereitet. Im Landgasthof Haselburg feierten wir den Geburtstag unserer Mitradlerin Ursula Mootz bei Allgäuer Spezialitäten.

Weiter ging es bei strömenden Regen über Leutkirch nach Bad Wurzach. Trotz dreier "Plattfüße" radelte die Tour ein halbe Stund ezu früh über die Ziellinie in Bad Waldsee.

Musikalisch empfangen und auf das herzlichste begrüßt wurden die Radler durch Paul Locherer, Abgeordneter und Bürgermeister von Bad Waldsee sowie Vertretern der Waldburg-Zeil-Kliniken.

7. Etappe von Bad Waldsee nach Grimmelfingen

Der Morgen begann mit viel Regen. In voller Regenmontur ging es auf die Strecke. Erster Stopp war heute Biberach a.d.Riß, nach kurzem Halt ging es weiter nach Warthausen ins Knopfmuseum.

Monika Meilenschmidt, Leiterin des Museums, berichtete von ihrer Aktion "Knöpfe gegen Krebs": Für jeden Besucher des Museums spenden die Eigentümer 25 Cent für krebskranke Menschen.

Die Besichtigung des Schlosses Warthausen erfolgte zusammen mit dem Schlossherrn selbst. Baron Freiherr von Ulm-Erbach führte die Gruppe durch alle Gemächer, bis der Regen ging und die Sonne kam. Die Tour endete in Grimmelfingen bei Ulm.

Sozialministerin Dr. Monika Stolz hielt ihr Versprechen vom ersten Tag der Tour und überraschte die Radgruppe am Abend mit ihrem Besuch.

8. Etappe von Grimmelfingen nach Unterkochen

Im historischen Rathaus Ulm empfingen uns am nächsten Tag Sozial- und Kulturbürgermeisterin Sabine Mayer-Dölle und Mitarbeiter des Regionalzentrums Ulm.

Auf dem Donauradweg ging es über Herbrechtingen weiter nach Heidenheim. Die Welt-Firma Voith und ihre Marketingchefin, Elke Schweig, bereiteten der Tour einen herzlichen Empfang. An der Brenz entlang ging es nach Unterkochen.

Bei der Traditionsfirma Carl Zeiss konnten die Teilnehmer durch Roland Weinschenk einiges über das betriebliche Eingliederungsmanagement der Firma und im Firmenmuseum vieles über die 700 jährige Geschichte der optischen Geräte erfahren.

Zwei starke Frauen prägten diese Etappe. Hannelore Hornig, Selbsthilfegruppe TULPE, radelte heute mit. Bei TULPE finden gesichtsversehrte Menschen Zuwendung und Hilfe. Abends berichtete Raphaela Biekert, eine junge Mitarbeiterin der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg, über ihr ehrenamtliches Engagement für Menschen im Wachkoma.

9. Etappe von Unterkochen nach Stuttgart

Am kühlen letzten Morgen der diesjährigen Bäder- und Rehatour sorgte bald die hügelige Landschaft der Ostalb und die zunehmend scheinende Sonne für eine angenehme Betriebstemperatur.

Die Pause in Schwäbisch Gmünd wurde durch die AOK Ostalb unterstützt. Weiter ging es über Felder und Wiesen zur letzten Station der diesjährigen Tour nach Schorndorf. Der Verein für Jugendhilfe in Waldhausen rehabilitiert dort drogenabhängige junge Menschen. Die letzten Kilometer führten durch das Remstal zurück nach Stuttgart.

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