Landesprojekt "Auf- und Ausbau eines flächendeckenden Netzes von qualitätsgesicherten ambulanten psychosozialen Krebsberatungsstellen in Baden-Württemberg"

Das Sozialministerium Baden-Württemberg stellt für das Landesprojekt zum Auf- und Ausbau eines flächendeckenden Netzes an Krebsberatungsstellen 1,2 Mio. Euro zur Verfügung. Damit sollen bis Ende 2016 die Zahl der ambulanten psychosozialen Krebsberatungsstellen von bislang acht auf zwölf erhöht werden.

Bisher gab es in Baden-Württemberg vier (Tübingen, Freiburg, Karlsruhe (AWO) und Stuttgart) von der Deutschen Krebshilfe im Rahmen eines Modellprojekts bis Ende 2016 geförderten Krebsberatungsstellen sowie vier, von der Deutschen Krebshilfe unabhängige Stellen, die sich vor allem über Spenden und Zuschüsse von Landkreisen und Kommunen finanzierten.

Wie werden die 1,2 Mio. Euro Landesmittel eingesetzt?

Rund 350.000 Euro fließen in bereits bestehende (nicht von der Deutschen Krebshilfe geförderten) Beratungsstellen in Schwäbisch Hall, Mutlangen und Heidelberg sowie in Karlsruhe (Diakonie). Mit 850.000 Euro werden neue Krebsberatungsstellen in Heilbronn, Pforzheim, Ravensburg, Sigmaringen und Ulm aufgebaut.

Beim Krebsverband Baden-Württemberg wurde zudem eine Koordinierungsstelle eingerichtet, die den Ausbau der Krebsberatungsstellen koordiniert und die Einhaltung einheitlicher Qualitätsstandards sicherstellen soll - im Qualitätsverbund Krebsberatung Baden-Württemberg.

Qualitätssicherung durch die Koordinierungsstelle

Alle im Landesprojekt geförderten Krebsberatungsstellen nehmen an einem Qualitätssicherungsprogramm teil, dass von der Koordinierungsstelle beim Krebsverband Baden-Württemberg koordiniert wird.

Dieses sieht eine einheitliche Leistungsdokumentation, die Erhebung der Ergebnisqualität und eine regelmäßige Berichterstattung vor. Außerdem sollen alle Krebsberatungsstellen des Landes regelmäßig evaluiert werden.

Qualitätsstandards

  • Die in der S3-Leitlinie "Psychoonkologische Diagnostik, Beratung und Behandlung von erwachsenen Krebspatienten" aufgeführten Qualitätskriterien sind zu erfüllen.

  • Die beratenden Mitarbeiter/innen haben Erfahrungen in klinischer Beratung und verfügen über eine psychoonkologische Qualifikation (von der DKG anerkannte Fortbildung; WPO).

  • Es ist eine regelmäßige Fortbildung und externe Supervision durchzuführen.

  • Es besteht eine enge Kooperation mit den Selbsthilfegruppen und die Vernetzung mit anderen Leistungserbringern in der Region.

  • Verpflichtende Teilnahme am Qualitätssicherungsprogramm, das durch die Koordinierungsstelle überwacht wird.

  • Zur Sicherung der Prozess- und Ergebnisqualität ist ein einheitliches Dokumentationssystem zu verwenden und die Ergebnisqualität ist regelmäßig zu erheben (Patientenbefragung, Jahresberichte).

  • Es ist eine adäquate räumliche und sachliche Ausstattung vorhanden (z.B. behindertengerechter Zugang).

1. Treffen Qualitätsverbund Krebsberatung

Am 26. Oktober 2015 hat die Koordinierungsstelle zum ersten Treffen des Qualitätsverbundes nach Stuttgart eingeladen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese Seite drucken